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Steht die Vergütung der Windenergie in Deutschland vor einer regionalen Spreizung?

03.07.2014, erschienen im NEWSLETTER Juli 2014

Nach zuletzt noch sehr kurzfristigen Änderungen im Gesetzentwurf aufgrund von Einwänden der EU-Kommission ist die Reform des EEG im Bundestag am 27. Juni beschlossen worden. Die Reform senkt unter anderem die Ausbauziele und die Förderung für Erneuerbare Energien und schreibt neue Regeln dafür fest, inwieweit Unternehmen mit hohem Stromverbrauch von der EEG-Umlage entlastet werden. Auch wenn damit das Gesetzgebungsverfahren zur EEG-Reform von 2014 noch nicht abgeschlossen wurde, ist die Grundtendenz der Veränderungen absehbar. Neben der bereits hinlänglich diskutierten Absenkung der Vergütungen ist die verpflichtende Direktvermarktung ein weiterer Meilenstein, der die Erneuerbaren Energien stärker in den Strommarkt integrieren soll. Darüber hinaus wurde bereits gemeldet, dass nach der Verabschiedung der EEG-Novelle die Verordnung für Pilotprojekte zu Ausschreibungen im vierten Quartal dieses Jahres erstellt werden soll, die 2015 starten sollen. Nach einem Erfahrungsbericht Ende 2015 ist für das erste Halbjahr 2016 ein „EEG 3.0“ geplant, damit die Ausschreibungen im zweiten Halbjahr starten können. In letzter Konsequenz bedeuten diese Veränderungen, dass Betreiber von Erzeugungsanlagen im Erneuerbare-Energien- Bereich, die momentan lediglich ein Produktionsrisiko tragen, zukünftig stärker an den Preisrisiken des Strommarktes beteiligt werden.

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